Chronik

Vereinsportrait des

Bezirksfischereivereins München e.V.

Unser Verein, eine Vereinigung von überzeugten Fischern, hat eine sehr lange Tradition.

Am 12. Juli 1855 wurden die oberbayerischen Fischer, von Professor Dr. Fraas, zu einem Treffen in die Münchner Museums-Gaststätte eingeladen. Nach dem Vorbild der englischen „Fishing Clubs“ wollte er auch in München einen Fischerclub gründen.

Dies war die Geburtsstunde des Bezirksfischereivereins München. Am 16.November 1855 wurde der Verein unter dem Namen „Münchener Fischerclub“ gegründet.

Rückblickend können wir stolz auf die vergangenen   einhundertfünfzig   Jahre sein. Es waren oft schwere Zeiten für den Verein. Doch alle Wirren und das Chaos der Weltkriege   wurden überstanden. Immer wieder gab es überzeugte Fischer, die sich mit ihrem Engagement für den Verein einsetzten und seinen Weiterbestand sicherten.

Die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder haben den Verein durch alle Höhen und Tiefen umsichtig geführt.

Unzählige Mitglieder wurden seit der der Gründung in die Mitgliederlisten des Vereins ein- und wieder ausgetragen.

Heute hat der Verein 380 Mitglieder, darunter 25 ehrgeizige Jungfischer. Das erklärte Ziel unseres Vereins ist, neben waidgerechter Fischerei, die Hege und Pflege des Fischbestandes in seinen Gewässern. Selbstverständlich in Verbindung mit Maßnahmen zum Schutz der Reinerhaltung der Gewässer und Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts mit der Natur.

Unser Vereinsgewässer, der Ampersee Geiselbullach, befindet sich in unserem Besitz.

Er liegt im Westen von München in der Nähe der Stuttgarter Autobahn.

Daneben konnten wir noch andere herrliche Gewässer pachten in denen unsere Mitglieder, schon jahrzehntelang ihrer Leidenschaft, dem Fischen, nachgehen:

Die Amper im Norden von München, zwischen Unterbruck und Allershausen mit ihren Altwassern und Kanälen. Eine Idylle wie sie in Großstadtnähe nur noch selten zu finden ist.

Die Würm, die sich durch den Westen Münchens schlängelt. Auch hier gibt es noch ursprüngliche Natur mitten in der Stadt.

Die Lechstaustufe III bei Lechbruck liegt im Alpenvorland, fast schon in den Bergen. Ein jedes Fischerherz höher schlagendes Salmoniden-Gewässer im Ursprungslauf des Lechs mit seinem Stausee in einer Traumlandschaft.

In allen diesen Gewässern leben fast noch alle in unserer Region vorkommenden Fischarten.

Natürlich freuen wir uns über jeden   Fisch den wir „überlisten“ konnten. Unsere Aufgabe aber ist es auch, diese Fischartenvielfalt und bestehende Biotope zu erhalten.

Mit einer artgerechten Gewässerpflege, umfassender Information und Hinführung unserer Mitglieder zu waidgerechten Fischern, erfüllen wir das Testament unserer Gründer und Vorgänger.

Deren Ziel eine Gemeinschaft zu bilden und deren Interessen zu vertreten ist auch unser Auftrag. Denn eines ist sicher: Wir können uns nur so lange an unberührter Natur erfreuen und unser Fischwaidwerk ausüben, wenn es uns gelingt, durch gemeinsamen Einsatz, dafür die Grundlagen zu schaffen und zu erhalten.

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